Nunmehr die 16. Ehrenpreisvergabe wurde am vergangenen Montag, den 7. März 2011, in der schuleigenen Aula veranstaltet. Ein Erfolg, wenn man bedenkt, dass das Team um den Schulverein, Frau Klinkmüller, Frau Dräwe sowie Technik, Laudation & Moderation es geschafft hat, das einst schulinterne Event in ein durchaus bühnenreifes externes Vorzeigemeeting zu verwandeln. Vom Mitglied des Bundestages für den Bezirk Pankow, Stefan Liebich (Die LINKE), bis zu Stadträten und lokale Großsponsoren waren wieder zahlreiche  Interessenvertreter anwesend, um die diesjährigen Ehrenpreisträger zu würdigen und zu spons(t)ern.
In den Kategorien sportliches-, politisches-, fremdsprachliches- und soziales Engagement, ferner für die Schulentwicklung und Schulgestaltung wurden Ehrenpreise vergeben. Ebenfalls wurde DER Rosa-Luxemburg-Ehrenpreis verliehen, in diesem Jahr an Helene Pachale, die wegen ihrer engagierten Umsetzung und Betreuung des Tandemprojekts ausgezeichnet wurde. Ja, engagiert waren alle Nominierten. Die Einen mit großen physischen Einsatz beim Volleyballturnier, die Anderen bei der Betreuung unserer jüngsten Mitbürger während der letzten zwei Weihnachtsmärkte. Deswegen fiel es der Jury offensichtlich in der ein oder anderen Kategorie schwer, sich auf einen Preisträger zu einigen. „Engagement für die Gestaltung der Schule“ teilen sich der Deutsch-LK von Frau Löser, der sich aufopferungsvoll um den Anstrich eines verlorengeglaubten Nebengebäuderaumes einsetzte, sowie die Klasse 10.4 wegen der Durchführung ihres Buchbaumprojekts. Für ihr „fremdsprachliches Engagement“ wurden jeweils Victor Schauer, für seine Verdienste als Sprachgenie- und preisgewinner, als auch Nathalie Scheuer, für ihre Dolmetschertätigkeit während der RLO-Fahrt, gewürdigt.
Aber was ist es nun, dass die Ehrenpreisvergabe der Rosa-Luxemburg-Oberschule über fast zwei Jahrzehnte am Leben erhalten hat? Es muss etwas mit der gelungenen Mischung aus Präsentation von Geschichte um Rosa Luxemburg, musikalische Unterhaltung und teilweise witzig improvisierten Laudationen zu tun haben, die unsere Veranstaltung von unzähligen Preisverleihungen, die wegen bloßer Selbstinszenierungen ihr Dasein im Privatfernsehen fristen, unterscheidet. Das beweist schlussendlich auch der jährliche Andrang auf die begehrten Plätze in der Aula, der sich nicht ausschließlich durch eine unterrichtsfreie Stunde erklären lässt.
„Organisieren und Planen kann man nie alleine“, sagte die derzeitige Schulsprecherin Lisa Müller-Dormann, als sie ihren Ehrenpreis für „Schulentwicklung“ entgegennahm- und sie hat Recht. Ist die Linie gegeben, entscheidet die Organisation und der Zusammenhalt im Team alles. Diese Prämisse setzten sich, bewusst oder unbewusst, alle Ausgezeichneten, während sie zielstrebig, diszipliniert und mit Freude am Schaffen ihre Projekte und Eigenleistungen förderten. Umso gespannter wartet die Schülerschaft der RLO auf die nächste Ehrenpreisvergabe 2012, bei der wieder Leistungen und Zugpferde der Entwicklung des Schullebens geachtet werden wollen. Sie alle tragen dazu bei, dass die Schule ein Ort der Veränderung und sozialer Größe bleibt, nach der man im Alltag so oft vergeblich sucht. Jeder Anfang fällt schwer, auch der des Ehrenpreises Mitte der Neunziger Jahre, erinnerte Schuldirektor R. Treptow. Damals noch ein Insider, heute „ein nicht mehr wegzudenkendes“ Ereignis für die RLO und Pankow.
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von Tom Wickmann
– Janko & Paul sorgten für Stimmung –

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