19.12.2016

Gegen 20 Uhr rast ein LKW auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin in die Menschenmenge. Mindestens zwölf Leute sterben, viele weitere werden, teilweise lebensgefährlich, verletzt.
Bilder zeigen die Spur der Zerstörung. Schnell verbreitet sich die Nachricht, Leute auf der ganzen Welt verfolgen die Entwicklungen.
Berliner bestätigen auf Facebook, dass sie in Sicherheit sind, #prayforberlin wird gepostet und tausendfach geteilt, um Mitgefühl für die Opfer auszudrücken.
Noch ist nicht endgültig geklärt, ob es sich bei dem Vorfall um einen terroristischen Akt oder vielleicht doch um einen tragischen Unfall handelt, wobei die Boulevardmedien sich bereits Minuten später dazu hinreißen lassen, Letzteres auszuschließen.
Für viele war es nur eine Frage der Zeit: Was soll man auch denken – nach Nizza und Istanbul, nach Paris, Brüssel, Kabul, München und Bagdad? Aber man hofft immer, dass es einen nicht selbst betrifft. Wir Berliner sind jetzt betroffen.
Trotzdem bleibt es völlig unverständlich, wie es zu so etwas kommen kann. Wie viel Hass, wie viel Wut muss in einem Menschen stecken, damit er einen Massenmord an Unschuldigen verübt?
Ungewiss ist, wie es jetzt weitergeht. Mit jedem neuen Anschlag steigt die Furcht vor weiteren, noch größeren, noch verheerenderen. Man bekommt das Gefühl, nirgendwo mehr sicher zu sein.
Ein Twitter-User benutzt statt #prayforberlin den #prayfortheworld. Vielleicht müssen wir das auch; für die Welt beten.

Luise, 4. Semester

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