Frau Möller unterrichtet seit dem Schuljahr 2016/17 Französisch, Spanisch und Italienisch an unserer Schule. Wir haben sie zum Gespräch getroffen und konnten ihr ein paar Fragen stellen.

Was hat Sie inspiriert Lehrerin zu werden?

Eigentlich wollte ich schon lange Lehrerin werden. Endgültig ausgelöst wurde der Wunsch, als ich in der 12. Klasse schon Französischstunden für die Klasse 9 gegeben habe, weil meine damalige Französischlehrerin mir das erlaubt hat. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mir dachte: „Ich muss unbedingt Lehrerin werden!“. Außerdem dachte ich, dass ich meine Freude so mit den Schülern teilen könnte. Ich habe immer gehofft, die Schüler damit für die Sprache und fremde Kultur begeistern zu können.

Warum unterrichten Sie Spanisch, Französisch und Italienisch?

Früher wollte ich Französisch und Mathe unterrichten. Nachdem mir Mathe dann aber in der 12. Klasse nicht mehr so viel Spaß gemacht hat, entschied ich mich jedoch dazu, Französisch und Englisch zu studieren. In meinem ersten Semester hat mir wiederum Englisch keinen Spaß mehr gemacht. Daraufhin fragte ich mich, was ich statt Englisch studieren könnte, und habe mich über verschiedene Fächer informiert. Irgendwie kam nichts außer Sprachen infrage und so habe ich angefangen, mir Spanisch selber beizubringen, damit ich den Eingangstest an der Uni bestehe. Ein Jahr später wurde dann der Eingangstest für Italienisch abgeschafft und so konnte ich mich auch noch für dieses Fach einschreiben.

Wie haben Sie die Sprachen erlernt?

Französisch habe ich schon seit der Klasse 7 gelernt. Nach dem Abitur war ich dann für drei Monate in Frankreich. Im Anschluss an diese Reise habe ich angefangen an der Universität Spanisch zu lernen und war schließlich ein Semester auf den kanarischen Inseln auf La Palma. Ein Jahr später fing ich an, Italienisch zu lernen und ging für ein halbes Jahr nach Modena in Italien, wo ich Französisch und Deutsch unterrichtete. Im darauffolgenden Jahr habe ich zunächst in Rennes, Frankreich, und anschließend in Saragossa in Spanien studiert. Nach meinem Studium war ich zur Belohnung dann noch ein halbes Jahr in Mexiko.

Wie sind Sie an das RLG gekommen?

Das war eigentlich ein ganz großes Glück! Meine Fachseminarleiterin für das Fach Spanisch wusste, dass am RLG Spanischlehrer gebraucht werden. Deswegen hat sie mich Herrn Ruiz-Holst vorgeschlagen, der mich daraufhin eingeladen hat, mich an der Schule vorzustellen. Das hat dann zum Glück auch alles geklappt und so bin ich hierher gekommen, worüber ich mich sehr freue.

Wie würden für Sie die perfekten Stunden aussehen?

(lacht) Die perfekten Stunden? Ich denke das Wichtigste ist erstmal der Einstieg. Wenn die Schüler zu Beginn bereits viel mitarbeiten und ihr vorhandenes Wissen anwenden können, damit sie merken, wie viel sie eigentlich schon können, ist für mich schon mal einiges gelungen. Am schönsten sind eigentlich die Stunden, in denen man etwas Praxisorientiertes macht, beispielsweise Aufgaben, bei denen die Schüler merken, dass das einen Bezug zu ihrem Leben, ihrem Alltag hat. Selbst die nüchternste Grammatik bekommt dann einen zukunftsträchtigen Beigeschmack.

Was schätzen sie an Berlin?

Vor allem die Multikulturalität, die vielen Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern. Dass ich hier meine Sprachen sozusagen live sprechen kann, weil so viele Leute aus der ganzen Welt hier leben. Außerdem die vielen kulturellen Angebote; von Essen, über Theater und Kino bis zu Musik und Tanz, sowie Parks und Museen. Auch die unterschiedlichen Kieze finde ich sehr interessant; wie jeder Stadtteil anders aufgebaut ist. Da ich aus einer kleineren Stadt komme, wo die Unterschiede nicht ganz so stark ausgeprägt sind, begeistert mich das immer wieder. Was ich an Berlin ebenfalls sehr schätze, ist die Offenheit der Menschen. Es fiel mir in dieser Stadt sehr leicht, Anschluss zu finden und Kontakte zu knüpfen. Auch die Umgebung von Berlin ist toll. Die ganzen Seen gefallen mir sehr.

Vielen Dank für das Gespräch!

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