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Am Freitag, dem 2. Juni 2017, fand der vom Jugendmedienzentrum Deutschland organisierte Jugendpressetag statt. Der gemeinnützige Verein kümmert sich um junge Journalisten und Journalistinnen und ihre Förderung. Dieses Mal bot der Verein eine Veranstaltung an, die ein Gespräch mit dem Gesundheitsminister Hermann Gröhe und einen anschließenden Besuch des Robert-Koch-Instituts umfasste.

Junge Redakteure und Redakteurinnen aus ganz Deutschland waren angereist, um sich mit Fragen der Gesundheitspolitik zu beschäftigen und den Bundesminister für Gesundheit persönlich kennenzulernen.

Herr Gröhe sagte, er sei geprägt von seiner evangelischen Erziehung, der Ausrichtung seiner Partei, der CDU, und seiner Ausbildung zum Juristen, welche maßgeblich seine heutige Weltsicht bestimmt habe. Im Mittelpunkt seiner Politik stehen die christlichen Werte, weshalb er sich auch strikt gegen Manipulationen an der Keimbahn und die Legalisierung ähnlicher Verfahren ausspricht. Er unterstützt eine Digitalisierung des Gesundheitssystems, die Einführung einer elektronischen Patientenakte, vermehrte Videosprechstunden und die Nutzung der durch eine elektronische Gesundheitskarte gegebenen Möglichkeiten. Mehrmals betonte er, welch wichtige Impulse für sein eigenes Leben er während seiner Schulzeit durch die Schülerzeitung erhalten habe, „mehr als in allen Leistungskursen zusammen“.

Alle Anwesenden hatten sich bestens vorbereitet und eine Vielzahl an Fragen vorbereitet, die der Gesundheitsminister bereitwillig und ausführlich zu beantworten wusste. Nach einem anschließenden Fototermin und der Stärkung an einem üppigen Buffet verließen die Nachwuchsredakteure das Ministerium und wandten sich anderen Themengebieten und damit verbundenen Fragen zu: Wie können Gefahren durch Bioterror (einem Terroranschlag, bei dem das sogenannte „Dreckige Dutzend“ – das Ensemble aus hochgefährlichen Erregern und Giften – als Waffe verwendet wird) abgewendet werden? Wie kann man Antibiotikaresistenzen vermeiden? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um die (allein in Deutschland) 15 000 durch Krankenhausinfektionen verursachten Todesfälle pro Jahr zu verhindern?



Bei all diesen Problemen ist das Robert-Koch-Institut gefragt. Es hat die Gesundheit der Bevölkerung im Blick und untersucht Krankheiten auf allen Ebenen. Das Institut ist bei der Infektionsüberwachung, Durchführung von Studien zu allgemeinen Gesundheitstrends, Berichterstattung, Forschung sowie der Ausarbeitung von Präventionsmaßnahmen beteiligt. 

Nach einem einführenden Vortrag über die verschiedenen Sektoren des Instituts erhielten die jungen Journalisten und Journalistinnen die Möglichkeit, einige Labore, in denen der AIDS-Erreger HIV untersucht wird, zu besichtigen und die Forscher mit ihren Fragen zu löchern. Im Anschluss wurde anhand von Computersimulationen die Ausbreitung von Krankheiten im globalen Zeitalter verdeutlicht und die Jugendlichen erhielten einen Einblick in die Bioinformatik.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der demografische Wandel, die Prävention der durch Klimawandel und erhöhte Mobilität begünstigten Krankheiten sowie die Digitalisierung des Gesundheitssystems große Herausforderungen für die Politik darstellen. Um diese erfolgreich zu bewältigen, sind eine umfangreiche Grundlagenforschung und die genaue Analyse der Gesundheit der Bevölkerung unverzichtbar.

 


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