Am 21. März 2018 haben wir, die Klasse 8.2, einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Zwei Stunden lang beschäftigten wir uns mit den richtigen und deshalb wichtigen Hilfsmaßnahmen an einem Unfall- oder sonstigen Unglücksort. Die meiste Zeit nahm dabei in Anspruch, wie man eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (Reanimation) richtig durchführt. Auch wenn dies gar nicht so einfach ist, bleibt die wichtigste Regel, in Notsituationen überhaupt zu helfen. Auf gar keinen Fall sollte man nichts tun, denn das ist auf jeden Fall falsch. Wenn das Herz aufgehört hat zu schlagen, d. h. ein Herzstillstand eingetreten ist, dann zählt jede Minute. Bereits nach wenigen Minuten bleiben Hirnschäden zurück, weil das Gehirn nicht mehr mit Blut und damit mit Sauerstoff versorgt wird. Es ist fast unmöglich, dass der Rettungsdienst bei einem Patienten mit Herzstillstand so schnell am Unfallort ist, dass auch ohne Erste Hilfe der Patient erfolgreich und ohne Folgeschäden wiederbelebt werden kann. Deshalb ist die Erste Hilfe so wichtig. Die meisten Herzstillstände kommen im nahen, persönlichen Umfeld vor. Man sollte also auf jeden Fall helfen können, schon weil sonst ein Freund, Verwandter oder Kollege stirbt oder schwere Schäden davonträgt.

Viele wissen noch oder schon, dass bei einem Herzstillstand eine Herzdruckmassage und eine Beatmung durchgeführt werden sollen. Interessant war dabei für uns, dass die Herzdruckmassage in der Praxis viel wichtiger ist als die Beatmung. Egal, ob das Opfer fremd oder bekannt ist, der Gedanke an eine Mund-zu-Mund-Beatmung war uns allen eher unangenehm. Viel wichtiger ist allerdings die Herzdruckmassage, bei der es vor allem darauf ankommt, dass man schnell und mit hohem Druck (So doll es geht!!!) mittig auf den Brustkorb drückt, möglichst einhundert Mal in der Minute. Übrigens, wenn dabei eine Rippe bricht, was durchaus vorkommen kann, dann ist das allemal besser, als wenn die Herzdruckmassage zu schwach erfolgt. 

In Ländern, in denen Erste Hilfe an der Schule regelmäßig geübt wird, gibt es zwar genauso viele Herzstillstände, aber es gibt dort bei solchen Unglücksfällen wesentlich weniger Todesfälle und Hirnschäden. Dies liegt ganz einfach daran, dass man eher hilft, wenn man zumindest ungefähr weiß, was zu tun ist und wenn man vor allem keine Angst davor hat, dass man etwas falsch machen könnte. Wichtig zu wissen ist übrigens auch, dass man, selbst wenn man bei der Ersten Hilfe etwas falsch macht, was nur selten vorkommt, dafür nicht bestraft werden kann. Unterlässt man jedoch die Erste Hilfe, so ist dies zumindest in Deutschland eine Straftat. In Deutschland liegt die Wahrscheinlichkeit, einen Herzstillstand zu überleben, unter 10%. Wenn in den ersten drei bis vier Minuten eine Reanimation begonnen wird, liegt die Wahrscheinlichkeit bei ca. 85% und nach jeder vergangenen Minute ohne Herz-Lungen-Wiederbelebung sinkt die Wahrscheinlichkeit zu überleben um 7-10%. 

Luca Schlesinger (8.2) 

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