ANGST

 

Drei schwarze Punkte auf gelbem Knopf,

die Dunkelheit, sie lacht dich aus.

Bist längst nicht mehr allein im Kopf,

die Anstalt ist jetzt dein Zuhaus‘.

Oh Angst, du meinst es gut mit mir,

zwingst mich zu deinem Willen.

Doch wenn ich mich in dir verlier‘,

verzweifle ich im Stillen.

Er gießt sich noch ein Gläschen ein,

entflieht somit dem Schmerz.

Das Leben kann so einfach sein,

wenn’s Gift ihm fließt ins Herz.

Wie der Puppenspieler die Marionette,

kontrolliert Angst euer Leben.

Bettelnd, dass euch jemand rette,

müsst ihr eure Freiheit geben.

Wir weinen, schreien, brüllen,

uns die Seelen aus dem Leib!

Doch keiner will uns hören,

kein Erlöser weit und breit.

Allein mit meiner Angst

muss ich den Weg nun gehen.

Angst, ich liebe dich.

Du bist und bleibst mein Leben.

 

Emil Laaß, 10.3

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